Dallmann-Azubis gestalten Zuwegung zum Friedhof in Engter neu

Seit Mitte Januar haben die Auszubildenden der ortsansässigen Dallmann Straßen- und Tiefbau GmbH & Co. KG in Engter an der Umsetzung einer besonderen Baumaßnahme auf dem Friedhof an der Pastor-Wasmuth-Straße gearbeitet.

Eine Zuwegung von der Straße An der Schule, Parkplätze sowie einen Pflasterweg zur Friedhofskapelle werden von den Lehrlingen im Rahmen eines firmeninternen Ausbildungsprojektes gebaut. Unterstützt wurden sie dabei von dem Bau- und Ausbildungsleiter Gerd Wördemann und Vorarbeiter Dimitij Schermacher.

Unter der Federführung des Vorstands der evangelischen Kirchengemeinde St. Johannis um Pastorin Iveta Thamm, Wolfram Seller und Hartmut Tepe wird der Friedhof seit etwa zwei Jahren in vielen Bereichen umgestaltet. Der Wege- und Parkplatzbau durch die Dallmann-Azubis stellt zunächst den Abschluss der Umgestaltungen dar.

Großteil der Kosten übernommen

Im vergangenen Jahr haben die Dallmann-Auszubildenden im Rahmen eines firmeninternen Projektes den Außenbereich der alten Feuerwache (Dorftreff) in Engter umgestaltet. Deshalb kamen die Mitglieder des Gemeindekirchenvorstands auf die Idee, bei Horst Dallmann um Unterstützung anzufragen, zumal ihnen seine Verbundenheit zur Region und dem Ort Engter bekannt ist. Sie erhielten spontan eine Zusage, wobei der Gefragte zusicherte, sämtliche Lohnkosten zu tragen und den Maschineneinsatz nicht in Rechnung zu stellen. Von der Kirchengemeinde sind demnach lediglich die Materialkosten zu tragen.

Von dem Projekt profitieren alle, so Dallmann. Der Kirchengemeinde werde geholfen und das Projekt passe in das Ausbildungskonzept seiner Firma. Unter den Auszubildenden, sonst verstreut auf verschiedenen Baustellen, würde ein Zusammenhalt entstehen. Durch den gemeinsamen Einsatz würden sie viel mitnehmen. Ausbildungsleiter Wördemann ist froh, seine Azubis einmal zusammen auf einer Baustelle zu haben. So könnten Themen auch theoretisch besser aufgearbeitet werden, da man sich hier dafür die notwendige Zeit nehmen könne. Die verschiedenen Ausbildungsjahrgänge wechseln sich auf der Baustelle ab. Dadurch sind dort regelmäßig etwa zehn Personen beschäftigt.

Hochmotivierte Auszubildende

Vorarbeiter Dimitij Schermacher ist überrascht von der Motivation der jungen Männer. Trotz „Schietwetter“ habe es keine Krankmeldung gegeben, im Gegenteil. „Die wollen sich gegenseitig beweisen, was sie drauf haben“, schmunzelt er. Um die Azubis bei Laune zu halten, wird ihnen auf Firmenkosten täglich ein warmes Essen serviert. Ende Februar wird mit dem Abschluss der dann sechswöchigen Arbeiten gerechnet.

Dann wollen die Auszubildenden eine rund 150 Meter lange Zuwegung von der Straße An der Schule in Richtung Friedhofskapelle gebaut haben, deren Decke asphaltiert wird. Daran schließt sich ein gepflasterter Parkplatz mit 16 Stellplätzen an, von dem ein ebenfalls gepflasterter, rund 60 Meter langer Weg zur Kapelle führt.

Für die akribische Planung des Projektes, zu der auch die genaue Höhenvermessung gehörte, waren die Bauzeichner-Azubis bei Dallmann zuständig. Die Berechnung des Materialbedarfs und dessen Beschaffung oblag den in Ausbildung befindlichen Industriekaufleuten.

Abschluss der Friedhofsumgestaltung

Pastorin Iveta Thamm teilte mit, diese Baumaßnahme sei zunächst der Abschluss einer umfangreichen Umgestaltung des Friedhofs, bei der auch Mittel der Landeskirche eingeflossen seien. Es handele sich um eine Investition in die Zukunft, in der kleinere Friedhöfe es immer schwerer hätten.

Die Maßnahmen dienten der Biodiversität und Steigerung der Aufenthaltsqualität für Besucher auf dem parkähnlich umgestalteten Friedhof. Auch würden unterschiedlichste Bestattungsformen angeboten, wie ein mit Natursteinen gestaltetes Urnenfeld oder eine etwa 6000 Quadratmeter große, locker mit Bäumen bepflanzte Wiese, auf der Bestattungen in Gräbern möglich seien, die von den Angehörigen nicht gepflegt werden müssten. Pastorin Thamm wünscht sich den Friedhof als einen Ort, der zu Spaziergängen und zum Verweilen einlädt.

Quelle: noz.de

 

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