So profitiert die "Alte Feuerwache" in Engter von Dallmann-Azubis

Die Pläne für das Außengelände der Alten Feuerwache stellte Gerd Wördemann (links) mit den Dallmann-Azubis Robin Sennewald und Maurice Schlüter vor. Foto: Heiner Beinke

Von der Bramscher Allee aus gibt es eine neue Zufahrt zur Alten Feuerwache. Foto: Heiner Beinke

Engter. Der Verein "Alte Feuerwache" in Engter bekommt willkommene Hilfe von der Firma Dallmann: Die Auszubildenden des Tiefbauunternehmens werden das Außengelände des Gebäudes planen und gestalten - als Azubi-Projekt, das den Verein nichts kostet.

Am Montag, 14. Dezember, war Dallmann-Bauleiter Gerd Wördemann mit den Auszubildenden Robin Sennewald und Maurice Schlüter nach Engter gekommen, um den Vorstandsmitgliedern Ernst-August Rothert und Ralf Seeleib sowie Wolfgang Tangemann von der Stadtverwaltung den ersten Plan vorzustellen. Er sieht eine Einfahrt zur Bramscher Allee und eine Reihe von Parkplätzen auf dem rückwärtigen Gelände sowie eine Zuwegung zum Eingang des Gebäudes vor, das künftig als Dorftreff genutzt werden soll. Insgesamt geht es um eine Fläche von 700 Quadratmetern.

Der Vorsitzende Ernst-August Rothert und sein Stellvertreter Ralf Seeleib waren begeistert von der Initiative der Firma Dallmann, die von Bramsche nach Engter umgezogen ist und sich mit diesem Projekt im Ortsmittelpunkt des neuen Heimatortes engagiert. "Wir hätten für die Gestaltung des Außenbereiches keine Mittel übrig gehabt", betonte Rothert. 

Sinnvoll lernen

Gerd Wördemann erläuterte den Ansatz der Firma Dallmann, die Auszubildenden mit einem konkreten Projekt lernen zu lassen. Insgesamt würden rund 30 Azubis aus dem Bereich Straßenbau an den Arbeiten beteiligt. Weitere zehn junge Erwachsene lernen bei Dallmann im Verwaltungsbereich.

In Engter soll der Nachwuchs "weitestgehend selbstständig" die Außenanlage planen und gestalten. Im Wechsel würden sie hier eingesetzt, begleitet von "zwei erfahrenen Polieren", erläuterte Wördemann.  Für die jungen Mitarbeiter sei es viel schöner, ein Projekt konkret selbst zu gestalten, als irgendwo eine Fläche lediglich zur Übung zu pflastern. Ralf Seeleib als Berufsschullehrer im Hauptberuf pflichtete dem Bau: "Das ist etwas anderes, als eine Mauer aufzubauen und abends wieder einzureißen", meinte er. "Hier können sie später vorbeifahren und sagen, das haben wir als Azubis geschafft", ergänzte Wördemann.

Lob von der Stadt

Dass Dallmann so viele Auszubildende habe und solche Projekte stemme, sei eine "stramme Leistung eines mittelständischen Betriebes", fand Wolfgang Tangemann. Es sei "eine vorbildliche Sache, dass das hier so klappt". Die Stadt werde die Materialkosten übernehmen, versprach er. 

Auch bei der "Alten Feuerwache" selbst soll es in den nächsten Tagen sichtbar vorangehen, versprechen Ernst-August Rothert und Ralf Seeleib. So sollen in dieser Woche die neuen Fenster- und Türenelemente geliefert und montiert werden, die die alten Garagentore ersetzen sollen. Die wurden bereits ausgebaut und teilweise sogar verkauft. Mit den neuen Elementen soll die alte Struktur erhalten bleiben, erläuterte Seeleib.

Wenn die neuen Teile montiert sind, könnten die Arbeiten wetterunabhängig fortgesetzt werden, erläutert Rothert. Dann könne der Innenausbau mit Fachfirmen erfolgen, für die die Stadt die Ausschreibungen übernommen hat. Die Kosten werden insgesamt nach Auskunft des Vorsitzenden über der Kostenschätzung von 169.000 Euro liegen, die dem Förderungsantrag zugrunde lag. Das Land Niedersachsen übernimmt rund 100.000 Euro der Kosten, weitere Zuschüsse gab es von der Stiftung der Kreissparkasse Bersenbrück und von der Volksbank Bramgau-Wittlage.

Die Bauarbeiten liegen nach Angaben von Ralf Seeleib "sehr gut im Zeitplan". Bis September 2021 muss alles fertig sein. Das ist Teil der Förderbewilligung durch das Amt für regionale Landentwicklung. Danach werden die Vereine aus dem Kirchspiel im Dorfgemeinschaftshaus ein neues Zuhause finden.

Text: Heiner Beinke