Verkehr rollt wieder auf dem Hengeberg

(v.l.) Paul Holke (Sachgebietsleiter Straßenbau des Kreises Gütersloh), Thomas Tappe (Bürgermeister Halle (Westf.)), Landrat Sven-Georg Adenauer und Henrik Egeler (Leiter der Abteilung Tiefbau des Kreises Gütersloh) geben offiziell die Kreisstraße frei. Foto: Kreis Gütersloh

Halle (Westf.). Nach einer Bauzeit von neun Monaten kann die Kreisstraße 29 in Halle (Westf.) wieder für den Verkehr freigegeben werden. Im Februar 2020 begannen die Arbeiten am ersten Bauabschnitt auf einer Strecke von 1,3 Kilometern, beginnend ab dem Kreisverkehr ‚Grüner Weg‘. Der Kreis Gütersloh ließ als Baulastträger zusätzlich einen straßenbegleitenden Radweg neu anlegen und ein Amphibienleitsystem einbauen. Ausführende Baufirma war die Hermann Dallmann Straßen- und Tiefbau GmbH & Co. KG aus Osnabrück. Seit Montag können Fahrzeuge die Straße wieder und Radfahrer den neuen Radweg erstmals befahren.

Die Arbeiten an der Straße ‚Hengeberg‘ begannen mit dem Rückbau der vorhandenen 5,3 Meter schmalen Straße. Zur Verbesserung der Sichtverhältnisse und der Fahrdynamik wurde die Kurve im Bereich ‚Grüner Weg‘ entschärft und die Kuppe um drei Meter abgetragen. Radfahrer können auf einer Breite von 2,5 Metern den Radweg nutzen. Die neue Fahrbahn für Fahrzeuge ist nun sechs Meter breit und verfügt zusätzlich über einen Sicherheitsabstand von 1,75 Metern zum Radweg. Später ist auf dem ‚Hengeberg‘ eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometer erlaubt. Aktuell ist wegen des neuen Straßenbelags nur 50 erlaubt.

Eine im Jahr 2019 durchgeführte Amphibienzählung wies eine große Population von Teich-, Faden- und Bergmolchen an der Kreisstraße nach. Auch Erdkröten, Gras- und Teichfrösche wohnen im Gebiet rund um den Hengeberg. Leitwände, Stopprinnen und Amphibientunnel bilden jetzt ein Leitsystem, sodass die Amphibien- und Laichwanderung von Ost nach West und zurück möglich ist. Die Tiere können somit die Straße und den Radweg gefahrlos überqueren. Die Stopprinnen verhindern, dass sie über Zufahrten auf die Fahrbahn gelangen.

„Wir sind froh, dass es keinerlei Einschränkungen infolge der Coronapandemie gab“, so Henrik Egeler, Leiter der Abteilung Tiefbau des Kreises Gütersloh. Das Material war immer vorrätig und lieferbar. Mit Hinblick auf die Hygiene- und Abstandsregeln fanden Team-Besprechungen immer im Freien statt. „Wir können die Baustelle sogar eher als geplant freigeben.“ Ursprünglich betrug die geplante Bauzeit elf Monate, jetzt ist die Strecke zwei Monate eher fertig. Die Fahrbahnmarkierung, Beschilderung und Bepflanzung steht noch aus.

Pressemitteilung Kreisverwaltung Gütersloh

4. November 2020, von Lena Baron