Dallmann erschließt Baugebiet in Hasbergen

Spatenstich am Kleinen Berg: (von links) Polier Johannes Schmies und Bauleiter Viktor Kelm (Dallmann), Michael Teeken (Gemeindewerke), Bürgermeister Holger Elixmann, NLG-Projektleiter Gerd-Wilm Schierke, Ulrich Stuckenberg (Bauleiter Ingenieurbüro Tovar & Partner) und NLG-Geschäftsstellenleiter Christian Meyer. Foto: Bettina Mundt

Hasbergen. Endlich beginnt die Erschließung: Im Hasberger Ortsteil Gaste sollen 27 Baugrundstücke für Familien entstehen. Die Nachfrage ist groß, die Liste der Bewerber lang.

„Wir hatten einige Herausforderungen in diesem Baugebiet zu absolvieren“, erklärt Bürgermeister Holger Elixmann die lange Anlaufzeit. Bereits im Sommer 2012 gab es erste Gespräche über die Baulandentwicklung zwischen der Gemeinde Hasbergen und der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) als potenziellem Erschließungsträger. Es folgten Beprobungen und Fachgutachten, Grundstücksverhandlungen mit dem Eigentümer, 2017 der Erwerb der etwa 4,35 Hektar großen Fläche und ein langwieriger Abstimmungsprozess mit den Anwohnern, der mehrfach zu Änderungen des Bauplans führte. Zuletzt seien noch Änderungen des Straßenverlaufs im unteren Bereich beschlossen worden. Gut ein Dreivierteljahr dürfte der Moderationsprozess gekostet haben, nun seien die Anwohner mit der gefundenen Lösung aber „sehr gut zufrieden“. Das sei ja schon eine Menge wert. „Die Demokratie hat ihre Zähne gezeigt“, beschreibt NLG-Geschäftsstellenleiter Christian Meyer den zähen Abstimmungsprozess.

Wohngebiet für Familien aus Hasbergen

Gemeinsam hätten NLG und Gemeinde sich Kriterien für die Vergabe der Grundstücke überlegt, erläutert Meyer. Als Käufer würden kinderreiche Familien aus Hasbergen bevorzugt, die noch kein Baueigentum besäßen. „Veräußert wird nur an Familien, nicht an Investoren“, ergänzt der Bürgermeister. Es solle sichergestellt werden, „dass die Leute hier auch wohnen“. Die Kaufverträge verpflichteten zum Bauen innerhalb von drei Jahren und zur Eigennutzung.

Immense Nachfrage

Dabei ist die Nachfrage weit größer als das Angebot. Im Mai wurden rund 600 Interessenten angeschrieben, etwa 250 antworteten umgehend und das mitten in der Corona-Krise. „Corona, Corona, Corona – da kann man mal sagen, es geht auch weiter, ist nicht nur alles schlecht“, sagt Meyer. „Die Leute wollen weiterhin bauen, die Zinsen sind weiterhin niedrig und die Nachfrage ist weiterhin riesig.“

Der abgesegnete Bebauungsplan sieht laut Elixmann 27 Bauplätze zwischen 530 und 840 Quadratmetern für Einzel- und Doppelhausbebauung vor, wobei die Neubauten im Bereich der Alteinwohner am Holunderweg an die vorhandene Bebauung angepasst werden. Weil die Fläche in einem Trinkwasserschutzgebiet liege, dürften die Gebäude nicht unterkellert werden, erklärt NLG-Projektleiter Gert-Wilm Schierke. „Ölheizung ist untersagt, Geothermie fällt auch flach. Der Grundwasserleiter darf nicht gestört oder irgendwie angekratzt werden.“

Baubeginn ab Ende des Jahres

Am Montag, 25. Mai, hat die Bramscher Baufirma Dallmann mit den Erschließungsarbeiten begonnen. Die Zufahrt ist ausgehoben, Erdhügel türmen sich ringsum auf. Als nächstes werde der Kanalbau für Wasser-, Gas-, Strom- und Entwässerungsleitungen starten, beschreibt der Leiter der Gemeindewerke Hasbergen, Michael Teeken, das weitere Vorgehen. Am 31. Oktober soll die Ersterschließung abgeschlossen sein. Mitte November könnten die neuen Eigentümer dann anfangen zu bauen.

 

Text und Foto: Bettina Mundt

NOZ www.noz.de/lokales/hasbergen/artikel/2061123/so-gross-ist-die-nachfrage-im-neuen-wohngebiet-in-gaste