Handwerkerlauf durch die Osnabrücker Altstadt startet zum zehnten Mal

Michael Mandry von der Firma Dallmann aus Bramsche belegte Platz 7 in der Kategorie Senioren M40.

Bilder: Lutz Herrmann Katrin Börste

Osnabrück. Laufen für den guten Zweck. Beim zehnten traditionellen Handwerkerlauf durch die Osnabrücker Altstadt gingen 332 motivierte Sportler unter dem Motto "Handwerk bewegt" an den Start. Die Erlöse des Benefizlaufs gehen in diesem Jahr an das Projekt "Laufende Integration" von HelpAge.

Passend am "Tag des Handwerks" stellten die Läufer auf einen insgesamt 3,3 Kilometer langen Rundkurs mit Start und Ziel am Dom und vorbei am Rathaus und Haseufer ihre Ausdauer unter Beweis. Bis zu drei Umrundungen waren möglich. Erstmalig fand in diesem Jahr  zuvor ein Bambinilauf über 400 Meter für Kinder bis zu zehn Jahren statt.

Image des Handwerks aufpolieren

Mit eigens für die Veranstaltung aufgebauter Bühne vor dem Dom, zahlreichen enthusiastisch anfeuernden Freunden und Angehörigen und lautstarker Unterstützung der "Blueberry"-Cheerleader, war es nur schwer, die Veranstaltung zu überhören. Kerstin Martin, Mitglied beim Innungsreferat der Kreishandwerkerschaft Osnabrück und Mitorganisatorin der Veranstaltung berichtete: "Wir wollen hier zum einen Flagge zeigen und das Image des Handwerks aufpolieren, zum anderen steht natürlich der gute Zweck im Vordergrund." Dabei waren die Teilnehmer des Laufs bunt gemischt: Neben den verschiedenen Innungen nahmen auch unter anderem die Volksbank, die Wirtschaftsjunioren, die AOK und die Stadtwerke teil. Auch HelpAge schickte insgesamt ein Team mit 25 Läufern an den Start, das überwiegend aus Flüchtlingen bestand.

Projekte für Flüchtlingsintegration

Die Gewinne des Laufs kommen in diesem Jahr dem Projekt "Laufende Integration" von HelpAge zugute. Erwartet werde in etwa eine Summe zwischen 3000 und 5000 Euro. "Im Vordergrund steht dabei die Integration von Flüchtlingen durch Sport", erklärte Mohamed Attaallah, Leiter des Projekts und selbst Teilnehmer des Laufs, "wir knüpfen Kontakt durch regelmäßige sportliche Aktivitäten und gliedern die Flüchtlinge dann in weiterführende Projekte ein." So gäbe es auch eine Sport-AG für unbegleitete Flüchtlinge am Berufsschulzentrum Westerberg und Workshops zur Spracherlernung und -verbesserung.

Starkes Gemeinschaftsgefühl

Trotz einer Menge sportlichen Ehrgeizes überwog bei der Veranstaltung klar das starke Gemeinschaftsgefühl. Nach dem Motto "dabei sein ist alles" wurden auch noch die letzten im Ziel eintreffenden Läufer wie Sieger bejubelt. Eine Siegerehrung auf der Bühne gab es dann aber doch: Mit 37 Minuten und 40 Sekunden war Christian Vogt unter den Läufern der Zehn-Kilometer-Strecke der Schnellste.

Text: Julian Krauskopf