Bramscher freuen sich über neuen Asphalt im Skaterpark

Bramsche. Der Skatepark an der Alten Webschule in Bramsche ist das Vorzeigeprojekt des ehemaligen Bramscher Jugendparlaments. Dass die Anlage fertiggestellt werden kann, liegt auch an der starken Zusammenarbeit und Unterstützung ortsansässiger Wirtschaftsunternehmen.

Anfang Mai stellte die Firma Dallmann die rund 500 Quadratmeter große Asphaltfläche in der Bramscher Innenstadt fertig. Eine Woche später trafen sich alle Beteiligten des Projektes am Ort, um sich selbst ein Bild zu machen.

Als „schwarzes Gold“ bezeichnete Dallmann-Geschäftsführer Thorsten Goerke den frischen Untergrund. „Für uns ist das zwar nur eine Asphalt-Deckschicht, aber ich glaube, den Skatern wird das hier viel Freude bereiten.“

Diesen Eindruck bestätigte Skater Maximilian Ruwe: „Der Boden ist jetzt viel glatter, da macht das Fahren jetzt auch schon ohne Rampen Spaß.“ Als Zwölfjähriger war er schon bei einer Sitzung des Sozialausschusses gewesen und hatte Bilder des damals desolaten Zustands des Skateparks präsentiert. An einer Stelle hatten Baumwurzeln den Boden aufgebrochen; marode Anlagen und der kaputte Untergrund hatten das Skaten an diesem Ort zum Gesundheitsrisiko gemacht.

Jugendliche freuen sich

Die ehemaligen Jugendparlamentarier hatten das Projekt in ihrer Amtszeit zwischen 2015 und 2017 initiiert und vorangetrieben. Auch wenn sie mittlerweile Platz gemacht haben für die nächste Generation von Nachwuchspolitikern, verfolgen sie die Entwicklung weiterhin. „Der Skatepark ist unser Baby“, verdeutlichte Sophia Borgmann. „Wir bleiben immer auf dem aktuellen Stand und freuen uns total, dass es hier so gut vorangeht.“ Mit Arne Wegner war auch der Sprecher des aktuellen Jugendparlaments anwesend, der seinen Vorgängern versprach, für das Projekt weiterhin Verantwortung zu übernehmen.

Verantwortung hatte auch die Firma Dallmann übernommen, die schon länger in die Planungen involviert war. Für die Asphaltarbeiten kam das Unternehmen den Planern finanziell ein großes Stück entgegen. Für die weitere Finanzierung der Arbeiten brachten sich außerdem einige weitere lokale Unternehmen ein: Die Spedition Berghegger, die Bäckerei Justus, das Busunternehmen Beckermann, Kohl Recycling, Edeka Kuhlmann, Autohaus Timmer, Sostmann Fleischwaren sowie die OLB beteiligten sich an den Kosten. „Ich muss wirklich eine Lanze für diese Firmen brechen: Das sind inhabergeführte Unternehmen, die sich mit dem Standort identifizieren und sich immer wieder für Bramsche einbringen“, lobte Wirtschaftsförderer Klaus Sandhaus.

Dank an Sponsoren

Einen großen Dank sprach auch Bürgermeister Heiner Pahlmann den Sponsoren aus. Außerdem lobte das Stadtoberhaupt das Engagement der Jugendlichen: „Hier zeigt sich, dass es sich lohnt, dranzubleiben. Wenn viele zusammenarbeiten, kann man was erreichen.“ Für die Stadtjugendpflege ergänzte Stefanie Uhlenkamp, das Projekt sei ein wunderbares Beispiel für politische Partizipation junger Menschen. „Das Meller Jugendparlament will auch eine Skateranlage umsetzen und hat sich dafür bereits bei den Bramschern erkundigt, wie so etwas funktionieren kann.“

Zur endgültigen Fertigstellung fehlen nun noch die Skate-Elemente aus Beton, die bei einem Spezialunternehmen aus Süddeutschland bestellt wurden und in den kommenden Wochen angeliefert werden sollen. „Ende Juni soll alles fertig sein“, berichtet Jessica Mack, Geschäftsführerin des Universum e.V.

Dass der Skatepark gut angenommen wird, daran besteht wohl kein Zweifel. „Wir warten schon lange darauf“, sagt Skater Fabian Simon. Dass die neue Anlage einiges zu bieten haben wird, habe sich in der Skaterszene schon weit über die Grenzen Bramsches hinaus herumgesprochen: „Hier wird im Sommer viel los sein!“ Und Maximilian Ruwe ergänzt: „Wenn der Skatepark erst einmal eröffnet ist, werde ich wohl jeden Tag von morgens bis abends hier sein.“